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Intel Core i5 750 und Core i7 870

Ein Jahr nach der Markteinführung der Bloomfield i7 Prozessoren stellt Intel nun offiziell die Lynnfield Produktreihe vor.Intel Core i5
Hierbei handelt es sich zur Zeit um drei Mainstream-Prozessoren:

i7 870
i7 860
i5 750

Diese basieren alle auf der aktuellen Nehalem Architektur, wobei aber der Speichercontroller auf Dual-Channel begrenzt wurde.
Die wohl wichtigste Neuerung, welche die Lynnfield CPUs mit sich bringen ist der überarbeitet Turbo-Modus,
der nun eine Taktsteigerung von bis zu 666 MHz zulässt.

Mit dem Lynnfield präsentiert Intel den kleineren Bruder des Bloomfield
der allem voran auf dem Mainstream Markt abzielt.
Im direkten Vergleich zum Bloomfield kommt ist der Lynnfiled mit einem Dual-Channel,
anstelle eines Triple-Channel Speicher-Interfaces ausgestattet. Die i5 Modelle verfügen über kein Hyperthreading
mehr wobei aber bei allen Lynnfield Prozessoren der Turbo seitens Intel weiter optimiert wurde.
Die Argumentation diesbezüglich besagt, dass viele der heutigen Anwendungen immer noch nicht multithreaded
programmiert sind und der Mainstream-Enduser in diesem Falle von einem gesteigerten Maximaltakt am merklichsten profitiert.
Somit spendiert Intel den Lynnfield Prozessoren generell einen Turbo-Modus, der die CPU automatisch bis zu 666 MHz übertakten kann, was im Endeffekt fünf Multipilikator-Stufen entspricht.

Bereits beim Bloomfield pries Intel die Skalierbarkeit der Nehalem Architekutr an,
respektive die verhältnismässig einfache Anpassung der Architektur an verschiedene Anwendungsbereiche.
Diesbezüglich hat sich dann auch kaum etwas an der "Die" selbst geändert.
Einzige Auffälligkeit hierbei ist die Tatsache, dass die Lynnfield Prozessoren mit 774 Mio Transistoren über gut
40 Mio mehr Transistoren verfügen als die Bloomfield CPUs, die es in dieser Disziplin auf 731 Mio brachten.

Technische Daten
Der Core i5-750 ist ein Quad-Core-Prozessor, er bietet also vier Kerne.
Eine auffällige Neuerung ist natürlich der notwendige neue Sockel 1156,
der mit dem neuen Chipsatz P55 daher kommt. Dies ist ein notwendiger Schritt,
denn es hat sich etwas drastisch verändert. Intel hat nun nicht nur den Speichercontroller in die CPU verlagert,
sondern auch die PCI-Express (for Graphics) Slots werden nun direkt von der CPU aus angesprochen.
Das folgende Bild zeigt das entsprechende Layout.

Lynnfield Layout

Intel verspricht sich einiges von den neuen Prozessoren.
Bis zu 20 Prozent mehr Performance (bei gleichem Takt) und bis zu 50 Prozent weniger Verbrauch im Idle-Modus sollen möglich sein.
Die höhere Performance-Erwartung könnte ein wenig verwundern, denn beim Lynnfield wird nur Dual-Channel DDR3 unterstützt,
nicht Triple-Channel wie beim bisherigen Core i7.
Intel zieht hier als Vergleich aber einen Core 2 Quad heran, der die vorherige Generation darstellt.

P55 Chipsatz
Wenn Teile, die bisher in der Northbridge zu finden waren, plötzlich in den Prozessor wandern,
dann muss sich natürlich auch am Chipsatz etwas verändern. Aus einem Dual-Chip-Design,
wie man das bisher eben mit North- und Southbridge kennt, wird ein Single-Chip-Design.
Bei kurzen Wegen - und das ist hier zum Speicher und zu den PCI-Express 2.0 Slots gegeben - können in der Regel die Latenzen gering gehalten werden.

Intel P55 Express Chipset Platform Block Diagram

Sollte man auf der Suche nach einer vielseitig einsetzbaren CPU sein und dabei noch etwas auf den Preis achten wollen, so wird man mit Intels aktueller Lynnfield Linie bestens bedient sein.

 

 
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