IT Fabrik

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Microsoft lässt Windows XP langsam sterben

Microsoft stellt ab dem 13. Juli jede Unterstützung für Computer mit Windows XP und installiertem Service Pack 2 ein. Auch Windows 2000 soll keine Unterstützung erhalten. Für diese Systeme werde es weder Aktualisierungen, Sicherheitsupdates noch telefonischen Support mehr geben. Der Konzern empfiehlt allen XP-Nutzern deshalb zumindest ein Upgrade auf das Service Pack 3. Mit dem Schritt leitet Microsoft endgültig den langsamen Tod von Windows XP ein. Das Betriebssystem sei mittlerweile veraltet, der Umstieg auf ein neues Windows deshalb empfehlenswert. Besonders Unternehmen, die mehrheitlich noch auf XP mit Service Pack 2 setzen, sollen so zum Umstieg bewegt werden.

"Windows XP Service Pack 2 kam 2004 auf den Markt und war damit für eine andere Zeit geschaffen", sagt Jens Tinapp, Leiter der Business Group Windows Consumer bei Microsoft Deutschland. In den Jahren seit dem Erscheinen dieser Version von Windows XP hätten sich die Strategien und technisches Vorgehen von Online-Kriminellen so sehr verändert und weiterentwickelt, dass sich ein so altes Betriebssystem nicht mehr ausreichend mit einfachen Sicherheitsupdates schützen ließe. "Wir empfehlen deshalb allen Anwendern ein Upgrade auf Windows 7, das deutlich weiter entwickelte Sicherheitsmechanismen verwendet, oder zumindest die Nutzung von Windows XP Service Pack 3."

Schrittweiser Ausstieg seit langem geplant
Der Schritt kommt wenig überraschend. Schon im Januar 2009 hatte das für den Lebenszyklus von Windows-Produkten zuständige Team das vollständige Ende des Supports für Windows XP mit Service Pack 2 zum Juli 2010 angekündigt. Eine direkte Folge hat das Ende des Supports für XP-Fans jedoch nicht. Mit einem Umstieg auf das kostenlose Service Pack 3 bleibt die Versorgung mit Sicherheitspatches gesichert. Ein vollständiges Ende des Supports für Windows XP sieht der Microsoft-Fahrplan erst für den April 2014 vor. Erst dann müssen alle Nutzer von Windows XP auf ein moderneres Betriebssystem umsteigen, um weiter mit Sicherheits-Updates zur Abwehr von Online-Kriminellen versorgt zu werden.

Nachdenken über einen Umstieg auf Windows 7
Der Schritt markiert aber dennoch den Anfang des langsamen Endes des immer noch beliebten Windows XP. Insbesondere viele Unternehmen, aber auch immer noch ein Großteil der Privatkonsumenten setzt nach wie vor auf das mittlerweile neun Jahre alte Betriebssystem. Der schrittweise Ausstieg aus der Unterstützung für das System soll gerade Firmen ermöglichen, ihre Infrastruktur langsam auf den Umstieg auf ein moderneres System vorzubereiten. Aber auch Privatnutzer sollten sich langsam an den Gedanken gewöhnen, den Sprung auf Windows 7 zu wagen. Microsoft empfiehlt diesen Schritt natürlich und hebt hervor, dass auch ältere Computer mit dem modernen System betrieben werden können.

Microsoft arbeitet bereits an Windows 8 (siehe Microsoft Kitchen)
Währenddessen arbeitet Microsoft bereits am nächsten Betriebssystem mit dem inoffiziellen Namen Windows 8. "Es ist die Zukunft des Computers", schrieb ein Mitarbeiter von Microsoft über Windows 8 in seinem Blog und nannte erste Details zum kommenden Betriebssystem. Doch der Eintrag vom Februar 2010 wurde schnell gelöscht. Microsoft waren die Informationen über Windows 8 wohl noch zu heiß - obwohl kaum Details zu finden waren. "Die Leute dürfen zumindest voraussetzen, dass sich Windows 8 sehr von dem unterscheiden wird, was Nutzer gewöhnlich von Windows erwarten", versprach der anonym bloggende Mitarbeiter des Windows-Update-Teams von Microsoft.

Windows 8 sieht anders aus als Windows 7
Der Hinweis, Windows 8 sei ein Major Release, lässt auf grundlegende Neuerungen hoffen. Windows 7 wurde in Insider-Kreisen gar als bloßes Update abgetan. So wird sich Windows 8 im Design ändern. Spekulationen zufolge soll Windows 8 mit einer komplett neuen Oberfläche erscheinen. Der optische Unterschied zwischen Windows 7 und Windows Vista war bis auf die Superbar und einige Fensterfunktionen eher gering. Anlass für die Spekulationen um ein neues Design von Windows 8 war das LinkedIn-Profil der Microsoft-Mitarbeiterin Meng Yang. Die Software-Entwicklerin schrieb auf ihrer Profilseite in dem sozialen Netzwerk, dass sie "eine Benutzeroberfläche der nächsten Generation für Windows 8 gestalte und entwickle".

 

 
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